Harrogath - Die Ankunft und...
Es öffnete sich ein Portal und mitten auf dem Platz standen sechs Kämpfer und 4 Ihrer
Begleiter. Zerrissen, staubig und blutverschmiert war ihre Kleidung und sie konnten
sich kaum noch auf den Füssen halten.
Plötzlich war alles still, die Zeit schien stillzustehen. Alles starrte die Neuan-
kömmlinge an. Niemand wagte es auch nur zu atmen.
Ein heiliger Krieger, ein Paladin, Gefährte der sechs erhob das Wort : " Diablo ist besiegt!
Das Übel von der Welt gebannt. Der Erzengel Tyrael entließ uns durch ein Portal und so ...",
er brach ab und wie vom Schlag getroffen fielen die Gefährten halb tot auf das Pflaster des
Platzes und bewegten sich nicht mehr.
Die Sonne erklomm sieben mal den Himmel und tauchte wieder ab,als sich als erster der Barbar
von seinem Lager erhob und entgegen allen Ratschlägen der schwestern die Baracke verließ.
Was sich seinen Augen bot war schrecklich. Er hatte es vorher nicht bemerkt, zu getrübt war
der Blick nach dem Kampf.
Harrogath war ein Schatten seiner selbst. Er hatte sie als prunkvolle Festung, Bollwerk des
Lebens, der Liebe und der Geselligkeit gekannt. Nun lag diese Stadt in Trümmern. Gegen die
schweren Mauern schlugen immer wieder Geschosse. Gebrüll erschallte aus dem Vorgebirge.
Die wenigen Handwerker versuchten so gut es geht die bestehenden Geschäfte, Häuser und
Baracken wieder zu reparieren.
Er drängte sich durch eine kleine Ansammlung in Richtung der alten Schmiede. Ein
Hüne reparierte dort die Ausrüstung der Gefährten.
" Ich weiß nicht wie lange die Belagerung dauert ... Doch sind schon einige Sonnen auf
und wieder untergegangen. Wir haben ihnen alles entgegengeworfen was wir hatten, doch
unsere Kämpfer sind versträut und kämpfen nur noch um das Überleben. Es ist nur noch eine
Frage der Zeit bis wir fallen werden. Es sind doch hier alles Händler, Krämer und Hand-
werker, wer von uns hatte schon einmal gekämpft.
Wir riefen um Hilfe, doch nur wenige kamen aus den Ländereien von Scosglen, aus dem Westmach
oder Aranoch... "
Der Barbar wendete sich ab und schritt zum Stadttor und blickte hinaus. Dichter Qualm lag
über der Ebene, überall brannten Feuer und tote lagen herum, bis zur Unkenntlichkeit zer-
stümmelt. "Es wird seit den Kämpfen das Blutige Vorgebirge genannt", ertönte eine Stimme.
"Ich bin Qua-Keh und habe meine Söhne in den Kampf geschickt, doch bis heute habe ich nichts
mehr von ihnen gehört"
Nach und nach hatten sich nun alle Kämpfer erhoben und traten neben und hinter den Barbaren.
"Es hat kein Ende. Wir haben die Welt von Diablo befreit, doch nun taucht ein neues Böses
auf. Ich kann nur für mich sprechen, doch noch vor dem nächsten Tag werde ich aufbrechen
und mich in den Krieg um Harrogath stürzen..." Der Paladin, der Totenbeschwörer, die beiden
Amazonen und der Druide schauten sich an und nacheinander nickten sie sich zu ! "Wir sind
geschwächt und unsere Reihen sind seit dem Saktuarum licht - doch ich spreche für uns Alle
wenn ich sage : Wir kommen mit !"
Die Ausrüstung wurde durch die Knechte zusammengetragen und Waffen und Rüstung so gut es
eben ging repariert.
Und am frühen morgen brachen sie auf. Den neuen Tag konnte man nur durch einen leichten
Schimmer erahnen.
Die Dunkelheit war nicht ganz vertrieben als sich das Tor hob um die Mutigen hinaus in
die Schlacht zu lassen.
Und so kämpften die Sechs, Meter um Meter, sich in Richtung Eishochland vor. Sie konnten
die Hand kaum vor Augen sehen, so biß der Qualm in diesen.
Jedes Monster wurde aufgespürt und für immer in den Höllenschlund zurückgeworfen.
Es dauerte drei ganze Tage bis jedes einzelne Lager durchsucht war, doch konnten die Kämpfer
des Guten bis zu diesem Zeitpunkt nicht den Anführer finden.
Doch mit jeder Stunde wurden sie stärker, denn jeder Kämpfer den sie trafen schloß
sich ihnen an.
Am morgen des vierten Tages sahen sie die Silouette des Eishochlandes. Nun war es zu vermuten
dort den Anführer zu finden. Monster hatte dieser kaum noch ihnen entgegenzuwerfen, dachten
die sechs...
Doch es wurde eine bittere Schlacht, denn eine ganze Horde Monster erwartete die Kämpfer, das
Lager und den Anführer "Schenk" beschützend. Der Druide beschwor ein Elementargeist nach dem anderen
und der Totenbeschwörer warf immer "neue" Kämpfer in die Schlacht !
Die Sonne stand hoch am Horizont und es war still über dem Schlachtfeld. Sie hatten es geschafft.
Schenk, dieses übergroße graue Monster war besiegt. Es gab jedoch zwei Opfer. Der Paladin und eine Amazone.
Und so kehrten die Kampfer des Lichtes nach Harrogath zurück. Auf dem Marktplatz gab es ein Fest.
Alles jubelte den Helden zu und überall erschallte Musik als die Schemen zu erkennen waren. Doch dann brach
die Freude - der Barbar trug den Paladin, der Druide und der Totenbeschwörer trugen die Amazone.
"Ihr feiert ? Das Blut ist noch nicht kalt, die Kämpfer noch nicht alle in der Stadt und ihr feiert ?
Dies wird ein Totenfest, denn wir gedenken den Opfern..."
Und so machten sich die Handwerker, Gelehrten und der Schmied daran und schufen zwei goldene Platten,angebracht
am Tor der Stadt, die die Geschichte von den Mutigen erzählten die ihr Leben für die Freiheit gaben...
Wolveblade