Knights of the Righteous Way
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Das Eishochland

...

"Es ist ruhig geworden ! Zu ruhig, nach all den Schlachten er letzten Zeit ! ", der Barbar lehnte sich zurück, beobachtete seine Gefährten von Harrogath die merkwürdige Zeichen und Zeichnungen in ein Buch eintrugen. Am anderen Ende des Marktplatzes stand die Amazone und übte sich im Bogenschießen, eine Scharr Kinder zum Staunen bringend. Der Druide sah hoch " Vier Monde sind voll geworden und der fünfte steht kurz davor... Du hast recht, das Böse hat bis heute nie geruht und nach den Schlachten kann man kaum mit der Stille fertig werden - eine neue unbekannte Herausforderungf " er griff sich an sein bärtiges Kinn und grinste: " Aber Euch wehrter Barbar, kann es nicht schnell genug weitergehen oder irre ich mich ? Denke, bei dieser Probe werdet ihr versagen ... "

"Seht ihn euch an !", die Amazone trat heran " Qua-Keh, Stadthalter von Harrogath steht wieder am Tor und gleich wird er die Zinnen erklimmen. Dies macht er nun schon seitdem wir zurückgekehrt sind - ich weiß nicht wieso !"

"Fragt ihn und ihr werdet es erfahren !", meldete sich der Totenbeschwörer zu Wort und blickte in die Runde. " ICH NICHT !", der Barbar hob schützend die Hände "Ich bin kein Mann der Worte... " Schweigen trat ein und die vier Gefährten hielten inne, beobachteten wie Qua-Keh hoch oben auf der Mauer stand und mit sorgenvollem Gesicht das Vorgebirge sondierte.

"Macht euch keine Sorgen, das Gebirge ist sicher und birgt keine Gefahren mehr !", die Amazone legte die Hand auf des Stadthalters Schulter. Jetzt von Nahem erkannte sie erst die Tränen in seinen Augen und in der Robe, sagte jedoch nichts dazu. "Nicht das Böse ist es was mir sorgen macht, auch nicht Harrogath, denn wir erholen uns von der Belagerung. Doch sind meine Söhne noch dort draußen und zwölf weitere Kinder dieser Stadt, die versuchten die Belagerung zu beenden, 15 insgesamt." Qua-Keh schluckte " Ein einzelner Handelsmann kam heute in die Stadt, nur noch auf seinem Pferd. Er berichtete mir das er sein Hab und Gut im Eishochland verlor. Dort wimmle es von Kobolden, Trollen und Orks. Sie hätten ihn überfallen und nur knapp kam er mit dem Leben davon. Er berichtete ebenfalls von Hilferufen die leise und weit entfernt an seine Ohren drangen. Ich fürchte das es unsere Kinder sind die dort riefen, auch wenn nicht, es sind Menschen dort draußen ...."

"EINDRINGLINGE !!!", schallte es vom Marktplatz und ehe jemand anderes reagieren konnte, sprang der Barbar mit seinem Kolloß-Schwert auf und rannte in die Richtung. Mitten auf dem Platz standen zwei Gestalten in langen dunkelblauen und schwarzen Roben gehüllt. "Hexen !", wisperte man sich in den Gassen und Häusern zu. "Zauberinnen !" korrigierte eine der beiden. "Verzeiht unser derartiges Erscheinen, doch ist dies unsere Art zu reisen, sie ist die bequemste. Wir kommen in Frieden !"

So traten nun alle Gefährten heran, begrüßten die beiden Neuankömmlinge und hörten ihnen zu. Sie berichteten von schweren Kämfpen auf der Insel Philios auf der die beiden und ihres- gleichen den Amazonen zu Hilfe kamen. Nach der Schlacht, auf dem Weg in Richtung Aranoch erreichte sie der Hilferuf von Harrogath. Doch die Meister der Magie waren zu erschöpft oder verletzt und so seien nur sie zwei gekommen um zu helfen. Die beiden Magierinnen lauschten nun ihrerseits der Geschichte von Harrogath und auch die Amazone berichtete von ihrer neuen Kenntnis über das Eishochland. Nun wieder zu sechst entschlossen sich die Gefährten dazu der Wegelagerei, Plünderung und Quälerei im Hochland ein Ende zu bereiten.

Sieben Tage später war Proviant und Ausrüstung gepackt und die Karren beladen. Junge Männer und alte Recken schlossen sich ihnen an und so machte sich ein troß von 60 Mann auf den beschwerlichen Weg, den unbekannten Gefahren zu trotzen. Es dauerte nun nochmals eine Woche bis die Karawane die Spitze des Eishochlandes erreichte. An der Spitze liefen die Gefährten, voran der Barbar, der Druide, der Totenbeschwörer und die Amazone. Die beiden Zauberinnen saßen im ersten Wagen oder teleportierten sich etwas voraus um mögliche Gefahren frühzeitig erkennen zu können.

Kleine Trupps von Orks begegneten ihnen und fanden schnell ein jähes Ende - wurden in die Hölle zurückgeschickt. Am achten Tag hielt die Karawane und man konnte über das weite Eishochland blicken. Viele Befestigungen waren mit bloßem Auge zu sehen und die Lagerfeuer waren kaum zählbar um die sich Zelte, barackenund Mauern aus Knochen siedelten. "Wohl an, laßt uns die Gefangenen suchen und die elende Brut vernichten !", schallte der Befehl des Barbaren, als gleich er und ein Trupp von 20 Streitern vorstürmten um die erste Bastion dem Boden gleich zu machen. Doch weit gefehlt. Der Widerstand war fürchterlich und innerhalb weniger Minuten waren beide Seiten um die Hälfte reduziert. Es wurde eine harte Schlacht und die Magierinnen warfen einen Zauber nach dem anderen in den Kampf - Feuerhydras, Blitze Kältezauber und durch die geballte Kraft der Streiter mußte der Feind weichen.

Tiefer und tiefer drangen die Retter in das Hochland vor und ihren Weg pflasterte Tod und Zerstörung. Sie rechtfertigten sich damit - das nie wieder ein rechtschaffender Mensch von diesen Ungetümen behälligt werden würde. Nach sieben untergegangenen Sonnen, am Morgen des 16 Tages erreichten sie eine Monster- Siedlung in deren Mitte ein Käfig aus Knochen stand. Bis auf einen in roten Samt gewickelten Kobold wurde alles getötet was sie am Vorwärts- kommen zu hindern suchte. Die Zauberinnen belegten den letzten Kobold mit einem Bann, auf das er seine Kräfte und Fertigkeiten nicht nutzen konnte. Sie hatten es geschafft. Fünf Gefangene wurden befreit und mit einem Karren und zehn kriegern als Geleit in Richtung heimat geschickt. "LAßt uns ruhen - wir und unsere Beglieter sind erschöpft " , sprach der Druide. Die Feste wurde wieder verteidigungsfähig gemacht und mehrere Posten zur Bewachung eingeteilt. Während der zweitägigen Rast wurde ihr Gefangener verhört und so erfuhren sie das alle 15 Harrogathaner am Leben gehalten und im Eishochland festgesetzt wurden. Doch einige der Anführer sollten ihre Lager mit fester Hand führen und vor Folter und Mord nicht zurückschrecken....

Der 19. Tag war schon Stunden alt als die Gefährten wieder aufbrachen um die letzten zehn zu befreien. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Sonne brannte heiß vom Himmel und nirgends ein Schatten. Unmenschlich und kaum ertragbar war die Dürre. Die wenigen Gegner die gefunden wurden ließen ihr Leben ohne Widerstand. Es war zu einfach.

Doch je weniger Leibhaftige ihnen zu trotzen suchten umso mehr Fallen waren aufgestellt. Ohne Verlust,aber in Schweiß gebadet erreichte der Zug eine zweite Gefangenen-Siedlung. Niemand war zu sehen, außer den fünf gebundenen Kriegern in der Mitte des Platzes. Als die Gefährten und ihr Gefolge das Tor öffneten begann es wie aus heiterem Himmel. Die Türme waren besetzt und aus allen Richtungen schossen glühende Feuerbälle auf sie zu, streckten fünf recken nieder und verbrannten ihr Fleisch. Modrig und beißend war die Luft und die Überrumpelten verteidigten sich in alle Richtungen. "VORSICHT !", brüllte die Amazone, als eine erneute Feuerzunge auf den Barbaren zuschnellte. Doch so plötzlich de Angriff kam, er erreichte nie sein Ziel. In der Luft erstarrtte die Flamme und zersprang in millionen kleiner Eissplitter. "Danke" brummte der Barbar und eine der Zauberinnen schenkte ihm ein Lächeln. Und als ob er bittere Rache nehmen wollte streckte er mit einem einzigen Schwerthieb vier Gegner nieder - sie blieben stehen und gingen tot zu Boden. Der Abend nahter und die Sonne tauchte den Horizont in ein dunkles Rot, als ob sie sich der Farbe des Bodens, getränkt vom Blut, anpassen wollte. Dann war es geschafft und die fünf Harrogathaner wurden befreit. Tiefe Furchen waren in die Körper geschnitten worden.

Jeder einzelne mit Dornenranken gebunden de sich tief ins Fleisch gebohrt hatten. "Es war ein Matyrium. Sie machten sich einen Spaß daraus, die Ranken immer fester zu ziehen Sich an unseren Schmerzen zu laben und als die Schnürung kaum zu steigern war, begannen sie unsere Haut mit heißen Klingen einzuschneiden und zu verbrennen. Doch sie ließen uns am Leben, wir wissen nicht warum...." Der Erschöpfte berichtete von mehreren Händlern denen es nicht so erging doch innerhalb kurzer Zeit starben. Nach Abschluß der Erzählung wurden die Befreiten ebenfalls zurückgeschickt.

Im Schutz der Dunkelheit schoben sie die Kämpfer weiter in Richtung der letzten Gefangenen. Den ersten Ork traf es unerwartet als die Barbaren-Klinge seinen Schädel spaltete und ihn bis zur Hüfte teilte. Stunde um Stunde und Meter für Meter mußten sich die Retter weiter in das Lager vorkämpfen. Schwerter und Bögen, Skelette und Golems, Blitz- und Feuerzauber, Wölfe und Bären bedeckten den Boden mit immer mehr Gegnern. Kurz vor dem Besinnungsverlust, am Ende ihrer Kräfte war es vorbei - S T I L L E !

Staubig, dreckig und blutverschmiert standen dreizehn Kämpfer zwischen lauter Toten und öffneten die letzte Baracke, Befreiten jene die sie geschworen hatten zu retten !

Früh am Morgen schickten sie den Trupp los: "Hol an, berichtet Harrogath von diesem Kampf. Wir werden bleiben und die Monster jagen die Euch das antaten ! Wir hörten von Baal und werden das letzte große Übel zur Strecke bringen !"

Und so blieben die sechs allein zurück und es sollte lange Zeit dauern bis Harrogath sie wiedersehen sollte.

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Letzte Änderung dieser Seite: 01.01.1970
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